Alptraumhafte Intermezzi 2

Wann immer er den Stecker eines bestimmten Haushaltgegenstand (Fernseher, Radio, Toaster, was auch immer…)  zieht, fällt das Haustier eines der Charaktere einfach um. Wenn man ihn wieder anschließt, erwacht das Tier wie von einem Nickerchen. Das passiert selbst, wenn der Gegenstand oder das Tier nicht mehr im Besitz des Charakters ist. Wenn man den Gegenstand öffnet, findet sich in seinem Inneren – in den Stromkreislauf eingebunden – das Herz des Tieres. Das Tier selbst, wenn eine Autopsie an ihm vorgenommen wird, hat zwar kein Herz, man kann aber auch keine Narben von einem früheren chirurgischen Eingriff feststellen.

Der Zirkus kommt in die Stadt und die Clowns sind diesmal auffällig modern gekleidet. Neben den fast zerfetzt wirkenden Kostümen ist es aber die Schminke, die besonders erschreckend ist. Ihre Masken zeigen monsterhafte Fratzen mir rasiermesserscharfen Zähnen und fast insektoiden Züge. Die Spielercharaktere und alle Erwachsenen sind sichtlich abgestoßen, doch die Kinder reagieren begeistert auf sie und unschuldiges Gelächter hallt immer wieder durch das Zelt. Sie wollen die „total lustigen Männer“ sehen und heulen, wenn man sie aus der Vorstellung holt.

Nachdem einer der Charaktere über Bauchschmerzen klagt, wird er ins Krankenhaus gebracht. Die Diagnose lautet: eine Zyste an der Bauchspeicheldrüse. Ein kurzer Eingriff, eine Drainage, erfordert es, dass der Patient narkotisiert wird. Als dieser etwas später aus der Narkose auf dem Operationstisch erwacht, muss er erkennen, dass der operierende Arzt seine Maske abgenommen hat und mittels eines langen Rüssels, den er anstelle einer Zunge besitzt, schlabbernd aus des Charakters Bauchhöhle saugt. Der Arzt bemerkt, dass sein Patient wach ist und es entsteht ein kurzer Moment des Erschreckens und der Scham. Dann erscheint der Kopf des Anästhesisten und man hört ein gemurmelte Entschuldigung, dass man noch nicht ganz fertig sei. Darauf wird die Gasflasche mit dem Narkosemittel wieder etwas mehr aufgedreht…

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