Die Ewige Flamme

Ein besonderer Fokus im neuen Kassiber mit dem Thema „Weites Land und enge Räume“ liegt auf dem Thema Gefängnisse. Hier ein Vorgeschmack mit einem besonders fiesen Gefängnisritual von Cal_Lous aus dem amerikanischen UA-Forum.

Die Ewige Flamme (2 mächtige Ladungen)

„Schmor‘ in der Hölle“ ist ein alltäglicher Fluch, den man in der mundanen Bevölkerung öfter zu hören bekommt, aber im okkulten Untergrund gibt es mehr als ein paar Möglichkeiten, dass dies tatsächlich geschieht. Dieses Ritual ist eins der populärsten, da der Adept, nachdem das Opfer definitiv „weggeschickt“ wurde, eine ständige Erinnerung daran hat, dass sein Gegner immer noch brennt.

Der Magier muss dafür Zugang zu einem Feuer haben, das mindestens eine volle astronomische Jahreszeit durchgehend gebrannt hat. Er muss etwas besitzen, das verwendet wurde, um einen Dämon zu töten. Zudem eine Nachtigall in einem Käfig, der aus Weihrauchstäbchen besteht, die einem Geistlichen gestohlen wurden, und dessen Boden mit pornografischen Bildern ausgelegt ist. Und eine Kamera.

Während des gesamten Rituals muss der Gegenstand, der den Dämonen getötet hat, die nackte Haut des Magiers berühren und der Magier darf kein weiteres Wort sagen, abgesehen vom Namen seines Opfers. Wenn nur eine dieser Bedingungen gebrochen wird, misslingt das Ritual.

Die Magier muss vor dem Vogelkäfig ausharren, bis die Nachtigall zu singen beginnt. Daraufhin zündet er den Käfig an, deckt ihn ab und wartet bis die Weihrauchdämpfe das Tier getötet haben. Nachdem er in diesem Rauch gebadet hat, muss der Zaubernde sein Ziel aufsuchen und ein Foto von ihm machen. Dabei muss es dem Opfer eindeutig klar sein, das ein Foto von ihm gemacht wurde. Der Adept umgreift dieses Foto mit fester Hand und stößt mit der anderen tief in das langebrennende Feuer. Daraufhin bricht das Opfer spontan in Flammen aus und verbrennt so schnell, dass kaum eine Spur seiner Gegenwart übrigbleibt. Offensichtlich ist eine Polaroid-Kamera für dieses Ritual gut geeignet, aber eine normale (Digital-)Kamera funktioniert genauso gut; es bedeutet nur, dass das Ritual etwas länger dauert. Es ist auch eine gute Idee, einen Erste-Hilfe-Koffer bereit zu haben, um die verbrannte Hand zu verarzten.

Von diesem Punkt an, wird der Magier, sobald er in der Nähe einer offenen Flamme ist, schwach die Schmerzens- und Angstschreie des Opfers des Rituals hören und dessen verzerrtes Gesicht in den Flammen sehen. Je größer die Flamme, desto lauter die Schreie und klarer das Bild (angeblich hört man auch den Gesang der Nachtigall leise unter den Schreien). Je mehr Zeit seit dem Ritual vergangen ist, umso lauter werden die Schreie, bis sie bei einem uralten Ritual in der Nähe einer große Flamme fast ohrenbetäubend sein kann. Natürlich können auch andere diese Schreie hören, wenn sie nahe der Flamme stehen und ihnen ein Wurf auf Seele gelingt. Dies ist zudem ein Traumawurf Stufe (3) auf Übernatürliches wert.

eternalFlame (c) Kaid 2013

Diese Nebenwirkung des Rituals ist allgemein bekannt und gilt sogar als ein Vorteil für die zum Sadismus tendierenden Macher, doch es gibt auch andere, weniger bekannte Nebenwirkungen.

Magier, die dieses Ritual anwenden, entwickeln sich zu einer Art Feuermagnet. Flammen flackern leicht, als ob der Wind in ihre Richtung weht. Ist der Magier ein Raucher, so sollte er diese Angewohnheit rasch aufgeben, da die Flamme seines Zippos dazu neigen wird, nach unten zu fließen und seine Hand zu verbrennen (Von der Geschwindigkeit, mit der seine Zigarette abbrennt, ganz zu schweigen). Also Finger weg von Kaminen, Gasöfen oder Lagerfeuer und auch der Versuch eine Pistole abzufeuern wird schmerzhaft sein und seltener gelingen. (Der Funke, der das pyrotechnische Treibmittel einer Feuerwaffe zündet, wird unkontrollierbar. Regeltechnisch funktioniert die Waffe nur noch, wenn der Wurf ungerade war). Im Laufe der Jahre wird dieser Effekt so stark werden, die Reichweite und Stärke des Magnetismus soweit anwachsen, dass jede Flamme für den Adepten tödlich werden kann.

Bislang wurden keine Möglichkeiten gefunden, die Nebenwirkungen aufzuheben oder jemanden aus den ewigen Flammen zurückzuholen.

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