The Existence, The Agony

Nachdem mich Amel auf seiner Seite an gefixt hat, ein Szenario basierend auf einer fiktiven Heavy-Metal-Platte zu schreiben, habe ich zunächst mehrmals den Randomizer laufen lassen. Dann wurde mir klar, dass ich niemals den perfekten Misch bekommen würde und sagte mir: Einmal noch, und dann nimmst du den Quatsch. Und so war es, und hier nun das Szenario, respektive eine intensive NSC Begegnung, basierend auf dem klassisch zu nennenden 80er-Metal-Album „The Existence, The Agony“ der genialen Gruppe Necromalefactor:

1980 - Crude Records (CRUD12392)

Metal Prophet: Die Geschichte beginnt an einem fast normalen Tag für die Charaktere als sie von einem befreundeten Mechanomanten namens Mick Manning. Mick hat sich der Argyromantie verschrieben, dem Orakeln aus geschmolzenem Metall, einer Abart der Molybdomantie (o.k. des Zinngiessens), und für die Charaktere keine gute Nachricht. Irgendjemand ist hinter ihnen her!

Hush-Hush Guilt: Zeit für die Charaktere sich zu überlegen, wem sie vor kurzem auf die okkulten Zehen gestiegen sind. Gut wäre es, wenn einer der Gruppe (nennen wir ihn „Jack“) von den anderen unerkannt, einen mächtigen Feind angelacht hat, der es ihm heimzahlen will, und den Tod der übrigen Charakter als Kollateralschaden billigend in Kauf nimmt.

Architect Of Thy Suffering: Wer ihn oder sie auf dem Kiecker hat, ist aber auch egal, denn das Szenario hat als Antagonisten eine Profikillerin vorgesehen. Janice Brown, eine Velomantin, verdient sich ihr Geld, indem sie Autounfälle „arrangiert“ und dadurch ihre Ladungen generiert.

The Despoiled: Irgendwann in nächster Zeit, wird „Jack“ Opfer eines Überfalls durch mehrere Schläger, die es scheinbar auf seine Brieftasche abgesehen haben. Sie wurden allerdings von Janice bezahlt, die sich als Retterin in der Not dem Charakter nähern will. Sie gibt sich als Truck-Fahrerin aus und hilft im Kampf mit ihrer Schrotflinte, die „bösen Jungs“ zu vertreiben. Im besten Fall glauben die Charaktere, Mannings Prophezeiung hätte sich als ungefährlicher als erwartet herausgestellt.

Betrayer Of Virtue: Janice stellt sich als liebenswert und kompetent heraus und scheint Gefallen an „Jack“ gefunden zu haben. Hierbei sollte sich der SL überlegen, auf welche Art von Frauen der Charakter seht, Janice kann sich aus Erfahrung dem jeweiligen Typ mühelos anpassen.

Intermezzo Seismica: In den nächsten Kapiteln kommt es Schlag auf Schlag, diese Erdbeben aus Sex und Gewalt sollten sich immer langsam aufbauen und dann gewaltsam entladen.

Inside The Temple Of Sin: Beim sprichwörtlichen dritten Date kommt es zu einer Einladung in Janice‘ Truck. Während sie zunächst harmlos damit beginnt, den Stolz ihres Lebens ihrem neuen Freund zu zeigen, entwickelt sich langsam eine erotische Stimmung, die noch dadurch verstärkt wird, dass Janice den Velomatenspruch „Auto Erotik“ einsetzt. Es kommt zum Sex und „Jack“ wird die erotischen Perversionen einer Velomantin hautnah erfahren und sich vielleicht seine ersten Gedanken machen, ob die nette Janice nicht doch gefährlich ist.

Suicide Behemoth: Noch angenehm benebelt von der wilden Nacht, tritt „Jack“ die Heimfahrt in seinem Wagen an. Doch schon erscheinen im Rückspiegel die Scheinwerfer des riesigen Trucks. Es beginnt ein Katz-und-Maus Spiel, in dem „Jack“ mit Erschrecken die Ähnlichkeit mit den sexuellen Spielchen, die er und Janice eben noch erlebt hatten, feststellen wird. Die Fahrt wird immer rasanter und „Jack“ braucht schon einiges an Glück, um am Leben zubleiben, denn während sie durch eine Baustellenauffahrt rasen, spricht Janice den Velomatenzauber „Trauma“ aus.

King Misery: Um die Begegnung für „Jack“ nicht zwingend tödlich zu machen, wird Janice im letzten Moment einen tragischen Fehler machen (der SL kann ja geheim würfeln, und mit einem Bedauern einen Patzer Janice‘ verkünden). Sie baut einen spektakulären Unfall, in dem sich ihr Truck überschlägt und brennend zum Liegen kommt. Wird sich „Jack“ nun noch um sie kümmern, um sie aus dem brennenden Wrack zu bergen, wird sie ihm den Namen ihres Auftragsgebers zuflüstern. Falls nicht, wird sich Jack wohl ewig fragen, weshalb die Liebe seines Lebens versuchte, ihn umzubringen.

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 Whoa! Eine Szeanarioidee nur anhand einer zufälligen Mischung von Pseudo-Heavy-Metal-Titeln zu schreiben, war schwerer als ich dachte, aber zusätzlich zu Amels Blogeintrag, hatte ich vor einigen Tagen den Blog von Teilzeithelden gelesen, der beschrieb, wie er sich auf dem Weg zu einem Spieleabend aus zufällig am Wegesrand stehenden Dingen zu einem Szenario inspirieren lässt.

Letzte Anmerkungen: Ob Janice so aussieht wie auf dem Plattencover bleibt dem SL überlassen und die Namen der NSCs sind die der Cutter, die zu dem wunderbaren „Heavy Metal“-Film beigetragen haben.

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