Der Fluch des Buddy Holly

„Er hatte braune Augen und auch braune Haare, / er hatte eine Brille und eine Gitarre.
Auf der Gitarre spielte er bis zur Ekstase, / und die Brille trug er immer auf seiner Nase.“
-„Buddy Hollys Brille“ von „Die Ärzte“

Jeder, der mit der Geschichte des Rocks vertraut ist, kennt die Geschichte von Buddy Holly: Ein charismatischer und talentierter Songwriter, der bereits mit gerade mal zwanzig Jahren enormen Erfolg erzielte. Nachdem er sich von seiner Band „The Crickets“ getrennt hatte, ging er  mit anderen Rock-Koryphäen auf eine katastrophal verlaufene Tour, während seine schwangere Frau zuhause blieb. Am 3. Februar 1959 stiegen er, J.P. Richardson alias „The Big Bopper“ und Ritchie Valens in ein Flugzeug zum nächsten Gig und stürzten in den Tod. .

Einige mysteriöse Umstände vor und nach diesem Ereignis werfen immer wieder Fragen auf, ob es sich bei Buddy Hollys Tod nicht um ein paranormales Phänomen handelt, das immer noch im okkulten Untergrund wiederhallt.

BuddysBrille (c) Kaid 2013

Kurz bevor  er auf Tour ging, wurden Buddy Holly und seine Frau, Maria Elena, gleichzeitig durch gewaltsame und unheimliche prophetische Träume geängstigt. Maria hatte in eienr Nacht von einem Feuerball, der in die Mitte eines Feldes aufschlug, geträumt. Die Explosion hinterließ eine großes klaffendes Loch im Boden. In derselben Nacht hatte auch Holly einen seltsamen Traum. Er träumte, dass er, seine Frau und sein Bruder in einem Flugzeug waren. Sein Bruder überredete Holly Maria auf dem Dach eines Gebäudes zurück zu lassen, mit der Absicht, sie später wieder abzuholen.

Doch Buddy nahm die Träume nicht ernst, so wie zuvor den Anruf von Joe Meek, einem britischen Produzenten, der ihm erzählte, dass er bei einer Tarotlesung eine Nachricht bekommen hatte: „Februar third, Buddy Holly, dies.“ Da der 3. Februar  (1958) zu dem Zeitpunkt allerdings gerade hinter ihnen lag, konnte sie beide prima darüber lachen.

Hollys letztes Lied: „It Doesn’t Matter Anymore,“ wurde kurz vor seinem Tod veröffentlicht. Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz hatte seine Frau eine Fehlgeburt.

Doch der Fluch breitete sich aus: Sänger Eddie Cochran („Summertime Blues“) nahm „Three Stars“ zu Ehren der Künstler auf, die in dem Flugzeugabsturz starben. Eigentlich sollte er mit auf der Tour gewesen sein. Als er von dem Unfall hörte, fühlte sich Cochran, als hätte er den Tod betrogen. Er war überzeugt, dass der Tod ihn bald holen würde. Am 17. April 1960 hatte Cochran auf dem Weg zum Londoner Flughafen Heathrow einen schweren Autounfall. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und starb am nächsten Tag an massiven Kopfverletzungen. Er war zweiundzwanzig und seine letzte Single war „Three Steps to Heaven“. Im Krankenhaus wurde er zuletzt noch von seiner damaligen Begleitband, den „Crickets“ besucht.

Joe Meek war Songwriter und ein Pionier unter den britischen Musikproduzenten. Er litt an Wutanfällen, Paranoia und Depression, die durch seinen Drogenkonsum verschlimmert wurden. Er war wie besessen von Buddy Holly, der Meek in seinen Träumen besuchte. Am achten Jahrestag von Hollys Tod am 3. Februar 1967 erschoss Meek seine Vermieterin, bevor er die Schrotflinte auf sich selbst richtete und abdrückte.

Im Jahr 1977 wurde ein Film über Buddy Hollys Leben und Karriere gedreht. Gary Busey wurde für einen Oscar für seine Darstellung des Hollys nominiert, das Drehbuch schrieb Robert Gittler. Nach Abschluss des Films verunglückte Busey bei einem Motorradunfall. Gittler beging kurz vor der Veröffentlichung des Films Selbstmord.

Der Film weckte neues Interesse an Buddys Leben, auch bei T-Rex Gründungsmitglied Marc Bolan. Dieser starb am 16. September 1977 bei einem Autounfall. In den Trümmern fand man einen Anstecker mit dem Text „Every day is a Holly day.“

Letztes prominentes Opfer des Fluchs soll Mikey Welsh , der Bassist von Weezer, gewesen sein. Auf ihrem „Blue Album“ findet sich der Hit „Buddy Holly“. Welsh wurde am 8. Oktober 2011 tot in seinem Hotelzimmer in Chicago gefunden. Am 26. September twitterte es  er: „Habe geträumt, ich sterbe nächstes Wochenende in Chicago (Herzstillstand im Schlaf). Sollte heute mein Testament aufsetzen.“ Kurz darauf verbesserte er sich: „Korrektur, am übernächsten Wochenende.“

Im okkulten Untergrund geht das Gerücht um, dass Buddys Markenzeichen, seine Brille, Fokus des Fluchs ist. Mit ihr verband ihn eine Hassliebe, da er tatsächlich blind wie ein Maulwurf war. Zu Beginn seiner Karriere trat er einmal mit Kontaktlinsen auf, verlor eine davon und musste vor Publikum auf allen Vieren danach suchen. Er schwor sich damals, nie wieder ohne Brille aufzutreten.

Die beim Absturz verstreuten Habseligkeiten, darunter die blutige Brille, wurden von der Bundespolizei sichergestellt, um die Absturzursache klären zu können. Sie gerieten in Vergessenheit und wurden den Familien der Absturzopfer erst Jahre später übergeben. Nur die Brille blieb unauffindbar und erscheint nun von Zeit zu Zeit im Besitz von Avataren des „Wahren Künstlers“, meistens kurz vor ihrem Tod. Angeblich kann man die Brille in dem Video „In Bloom“ von Nirvana auf Kurt Cobains Nase sehen.

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