Fünf Dinge, die man auf dem Flohmarkt gefunden hat

Einen Wandvorhang aus Makramee
Unter einem Stapel alter Hausmatten und Badevorhänge lugt ein Makrameewandvorhang im Stil eines indianischen Traumfängers hervor. Dieses 20 mal 20 Zentimeter große Netz aus bunten Fäden und zusammengedrehten Taubenfedern beginnt, wenn man es in Mondlicht taucht, wie eine gewaltige Sternenkarte zu wirken. Bei jedem Vollmond kommt dabei jeweils eine bestimmte Konstellation in den Vordergrund, die durch Fäden einer besonderen Stärke und Farbe verbunden ist. Es gibt keine augenscheinliche Verbindung zwischen diesen Sternen und denen, die man von der Erde aus beobachten kann.
 
Eine Schachtel Wackelköpfe
In einer Karton, in dem früher Schnapsflaschen verkauft wurden, finden sich zwei Dutzend Wackelkopffiguren aus billigem Plastik. Sie stellen Menschen in alltäglichen Situationen des Lebens dar und wirken so, als ob sie aus einer einzelnen Serie kommen. Auf jeder der Figuren sind mit Akrylfarben schwere Wunden aufgemalt worden. Es gibt keine Informationen über einen Hersteller, aber alle tragen kleine Plaketten mit Daten zwischen dem 4. Juni 1962 bis zum 28. Oktober 1976. Macht man sich die Mühe, so findet im örtlichen Polizeiarchiv Berichte über das Verschwinden verschiedener Personen zu genau diesen Daten.
 
Ein gefülltes Einmachglas
Ein 250-ml Einmachglas mit einer unidentifizierbaren bräunlichen Flüssigkeit und ohne Aufkleber. Öffnet man den Deckel, so finden sich auf der Innenseite des Deckels einige alchemistischen Zeichen. Dreht man das Glas so, dass die Unterseite nicht von der braunen Flüssigkeit benetzt wird, sieht man auf der Glasinnenseite winzige Handabdrücke und einige feine Haarrisse.
 
Plastik-Jesus
In einer Schachtel Gesangsbücher in Kabye liegt ein zwölf Zentimeter großes elfenbeinfarbenes Plastikkruzifix, das von einem braunen Staubtuch geschützt wird, das wiederum von einem 23 Zentimeter langem Stromkabel umschlungen ist. Das Kabel führt in die Rückseite des Kreuzes und wenn man es an eine Steckdose anschließt, leuchten das Gesicht und die Hände der Jesusfigur in einem sanften Ton. Überprüft man das Kabel, kann man erkennen, dass es gebrochen ist und eigentlich keinen Strom transportieren kann.

Lotterielose
Eine Kaffeedose ist halbvoll mit größtenteils geöffneten Losen gefüllt. Auf jedem Los steht ein Sachgeschenk gedruckt („Ein Eierkocher“, „Ein Toaster“, „Ein Radioempfänger“), auf der Rückseite steht in verschiedenen Handschriften jeweils ein Name und eine Telefonnummer. Keiner der Namen und keine der Telefonnummer wiederholt sich. Auf einigen wenigen finden sich etwas „seltsamere“ Aufdrucke wie „Meine Seele“ oder „Die Liebe meines Lebens“. Es gibt noch sechs ungeöffnete Lose.

(nach einer Idee von Greykev aus dem amerikanischen UA-Forum)

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