Kindliche Magie

Wieder einmal stark inspiriert von „Kleine Ängste“, dem Erzählspiel um Kindheitsängste von Feder&Schwert.

Die Magie von Kindern unterteilt sich in zwei Arten

  1. Beiläufige Glaubensmagie – Kindliche Rituale – Diese Magie entspringt direkt dem Glauben der Kinder und ist somit an dessen Phantasien gebunden, so könnte das dreimalige Umrunden des Bettes ein Monster daran hindern das Zimmer zu betreten, oder die Röntgenbrille aus dem Yps-Heft könnte es einem wirklich erlauben durch Wände zu gucken. Um einen solchen Zauber zu starten, muss das Kind erfolgreich unter dem Wert seiner Unschuldsfertigkeit würfeln. Um das Pendant einer Ladung zu bekommen, muss das Kind über eine längere Zeit ein obsessives Verhalten zeigen (z.B. einen Vormittag nicht auf die Ritzen zwischen den Gehsteigplatten treten oder mit seiner Röntgenbrille eine ganze Nacht den Mond anstarren).
  2.  Materielle Glaubensmagie – Kindliche Artefakte- Beispiele dafür wären Teddys, die wachsen, um gegen Monster kämpfen zu können oder Taschenlampen, die Monster dazu zwingen sich zu verstecken. Ein solches Artefakt wird dann von einem Kind erschaffen, wenn es in einer lebensbedrohlichen Situation einen Pasch würfelt und dabei unter seinem Unschuldswert bleibt.  Diesen Pasch sollte man notieren, denn nur ein Kind, das einen Unschuldswert unter diesem Wert hat, kann dieses Artefakt nutzen. Solange ein solches Artefakt nicht zerstört ist, kann ein Kind kein neues Artefakt erschaffen. Liegt ein Artefakt für 333 Stunden unbeachtet herum, verliert es seinen Zauber. Natürlich kann man es einem anderen Kind schenken; diesem muss dafür aber ein erfolgreicher Wurf auf Unschuld gelingen.

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Magische Luftbläschen
Ein kindliches Artefakt

Dein magisches Artefakt wird im Spielzeuggeschäft nebenan in einer blauen Kunststoffröhre mit einem aufgedruckten gelben Teddybären verkauft, an deren abschraubbaren Deckel ein Blasring mit einem Stäbchen befestigt ist. Doch nur du weißt, dass man Monster damit aufhalten kann, wenn man die Seifenflüssigkeit verfeinert. Dazu gehören zwei zerbröselte Glückskleeblätter (also die mit vier anstelle fünf Blättern), die du in einer Vollmondnacht unter deinem Kissen getrocknet hast, ein zerriebenes Haar von fiesen Wachhund von Nachbar Myer und soviel Spucke, die du innerhalb von 9 Minuten im Mund sammeln kannst.
Wenn du das mit der Seifenflüssigkeit vermischt und gut durchrührst, kannst du Blasen erzeugen, die, wenn sie ein Monster berühren, stabil werden und das Monster für eine Weile festhalten. Das gibt Dir Zeit genug, um dich zu verstecken.

Die illustrierenden Fotos sind von Joshua Hoffines Website.

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