Lizzie

„Lizzie Borden took an axe
And gave her mother forty whacks.
And when she saw what she had done,
She gave her father forty-one.“

Am Vormittag des 4. August 1892 wurden in Fall River, Massachusetts, der vermögende Unternehmer, Bankier und Mietshausbesitzer Andrew Borden und seine zweite Ehefrau, Abigail „Abby“ Durfee Gray, in ihrem Haus in der Second Street brutal ermordet. So began einer der berühmtesten Mordprozesse der amerikanischen Kriminalgeschichte.  Zu dieser Zeit lebten im Tathaus auch Bordens unverheiratete Töchter aus erster Ehe, die 41jährige Emma und die 32jährige Elizabeth genannt „Lizzie“. Um kurz nach 11 Uhr vormittags des Mordtages rief Lizzie das Dienstmädchen herunter und teilte ihr mit, daß „jemand“ gekommen sei und den Herrn des Hauses getötet habe. Andrew Borden lag rücklings auf dem Sofa; sein Gesicht war durch zwölf Hiebe mit einer Axt zerstört worden. Später fand man im Gästezimmer auch die Leiche von Lizzies Stiefmutter, bei der neunzehn Axthiebe auf den Rücken und den völlig zertrümmerten Schädel gezählt wurden. Lizzie gab bei der Befragung durch die Polizei an, zur Tatzeit im Schuppen gewesen zu sein, wo sie ein Stöhnen alarmiert habe. Aufgrund widersprüchlicher Aussagen wurde sie einige Tage später unter Mordverdacht festgenommen und verbrachte zehn Monate in Untersuchungshaft. Da es keine stichhaltigen Beweise gab, sprach die Jury Elizabeth bei dem dreizehntägigen Prozeß im Juni 1893 frei. Der Fall wurde niemals aufgeklärt.

Der Fall Lizzie Borden wurde Gegenstand von über 200 Büchern, Artikeln, Gedichten, Liedern, Schauspielen, Balletten sowie des Filmes „The legend of Lizzie Borden“ (1974) mit Elizabeth Montgomery in der Titelrolle und hat sich tief in das Unterbewusstsein der amerikanischen Kultur eingegraben.

Ihr Anwalt, Andrew Jackson Jennings, sicherte nach der Verhandlung das handlose Beil, einige blutige Kissenbezüge und bewahrte andere Gegenstände in einer viktorianischen Badewanne auf seinem Dachboden auf, die sich heute im Besitz seines Enkels befinden.

Der okkulten Untergrund lauert schon seit Jahrzehnten darauf, dass sich jemand das Beil greift, da es dabei ja eins der Symbole des Avatars des Dunklen Verfolgers handelt. Das Besonderheit ist zudem, dass es sich um den Gegenstand einer Frau handelt, was für den Archetyp eher ungewöhnlich ist und vielleicht auf einen neuen Aspekt hinweisen könnte.

Denn es gibt Gerüchte, dass es eine Gottesläuferin gibt, die eine Nachkommin von Lizzie und einem der vier überlebenden Klonen des wahren Jack the Rippers ist, der 1890 in die Staaten entkommen konnte. Sie gilt als das Goldene Kind der Serienmörder und wäre mit dem Beil in ihrer Hand ihrem Aufstieg in den Unsichtbaren Rat einen blutigen Schritt näher.

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