Mnemoth

Aus John Constantine- Hellblazer Erbsünde:

Lester, ein alter Freund von Constantine, taucht plötzlich in der Londoner Wohnung des Magiers auf. Als John ihn findet, ist Gary über und über mit Insekten bedeckt. Ein summender Alptraum, dem der Magier pragmatisch entgegen tritt. Er läuft ins nächste Geschäft und kauft sechs Dosen Insektenspray. Nachdem die zuckenden Tierchen zu Tausenden den Boden von Johns Badezimmer bedecken, will er wissen, was los ist.

Gary ist verzweifelt und braucht dringend Hilfe. Er hat sich mit finsteren Mächten eingelassen. Wie es scheint, zog er bei einem Aufenthalt in Tanger die Aufmerksamkeit des Hungerdämons Mnemoth auf sich. Johns Nachforschungen führen ihn zunächst nach Afrika, dem Ursprung allen Übels, dann nach Amerika. In New York angekommen, erschöpft vom Jetlag und mit Gary im Schlepptau bittet er den berühmten Voodoo-Meister Papa Midnite um Rat und Hilfe.

Schnell zeigt sich, dass Mnemoth bereits angefangen hat, seine Fühler auszustrecken. Von Lester beschworen, feiert der Dämon in der Metropole seine Ankunft. Einzelpersonen kommen in die Schlagzeilen, weil sie unersättlichen Hunger verspüren und daran zugrunde gehen. Ein Postbeamter stopft wie ein Besessener Essen in sich hinein, ein Juwelier frisst Edelsteine, ein Passant durchbricht das Schaufenster einer Fleischerei, ein Priester beginnt eine hölzerne Christusstatue zu verspeisen. Um das drohende Unheil aufzuhalten, hecken Midnite und Constantine einen Plan aus, für den Gary Lester den Preis zu zahlen hat. Sie bannen den Dämonen in ihm und mauern Gary „lebendig“ ein.

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Mnemoth, der inkarnierte Hunger (Übernatürliche Wesenheit)

„Manche glauben, der Windigo wurde vom Schöpfer in die Welt gesetzt. Andere glauben, der Windigo wird erträumt. Aber die meisten Leute unseres Volkes glauben, dass der Windigo einer von uns ist, der vom Weg abgekommen ist.“ aus: Das Gebeinhaus von P.J.Parrish

Mnemoth ist kein gewöhnlicher Dämon im Sinne der Seele eines toten Menschen wie Unknown Armies es beschreibt.  Mnemoth verkörpert den personifizierten Hunger im kollektiven Unterbewusstsein der Menschheit. Diese Wesenheiten sind schon seit langem bekannt.

Manche Macher behaupten, dass solche Dämonen das Pendant zu einem Avatar darstellen. Das Gerücht über die 666 Sitze im unsichtbaren Rat der Dämonen, das Schattenkabinett, wurde schon seit Anfang des Siebzehnten Jahrhunderst von den Luziferanern verbreitet.
Der Magier John Dee soll 1588 Jahrhundert einen Hungerdämon befehligt und gegen einen anderen Alchemisten und dessen Frau eingesetzt haben und die indianischen Ureinwohner aus dem Stamm der Anishinabe erzählen, dass der Windigo eine Art Hungerdämon ist, von dem es heißt, dass er fressen kann so viel er will und dennoch immer halb verhungert bleiben wird…

Mittels Aurasicht kann man ihn als riesige Fliege, die sich immer wieder in eine riesigen Fliegenschwarm verflüchtigt, erkennen. Ein Bessessener wird vor der Inbesitznahme durch den Dämonen das Gefühl von Hunderten von Insekten haben, die über seinen Körper krabbeln.

Wird ein Mensch von diesem Dämonen besessen, so überfällt ihn ein grausamer Hunger, der als Ziel dessen Obsession hat, die so schnell wie möglich und mit so viel wie möglich befriedigt werden will. Das können insbesondere unverdauliche Gegenstände oder sogar immaterielle Werte wie Ehre oder Gottesfurcht sein. Das Opfer findet immer etwas (vielleicht auch rein Symbolisches) um es in sich zu stopfen. Hält man es davon ab, so erleidet es pro Tag automatisch eine Traumakerbe im Bereich Identität. Besonders schlimm trifft es natürlich Adepten und Avatare: Plutomanten verspeisen Koffer voll Geld, Velomanten verschlingen ihre Autos Schraube um Schraube und Avatare der Mutter fressen ihre Kinder. Eine Möglichkeit sich eines Hungerdämons zu entledigen besteht darin, ihn in einen Narzissten einfahren zu lassen und zu beobachten, wie sich der selbstverliebte Trottel selbst verspeist.

Körper (flüchtig): 0
Schnelligkeit (windschnell): 70
                         Schnapp‘ es Dir, wenn du es kriegen kannst 70%
Verstand (reiner Instinkt): 20
Seele (unersättlich): 99

Fertigkeit: Schnapp‘ es Dir, wenn du es kriegen kannst – Diese Fertigkeit ersetzt jedwede andere Kampffertigkeit, um das Ziel seiner Begierde zu bekommen. Schwache Omis brechen Knochen, um an ihr Hundchen zu kommen, Pazifisten schnappen sich die Pistole des Cops, um den kriegslüsternden Präsidenten über den Haufen zu schießen. Handelt es sich um anstrengende aber durchaus schaffbare Tätigkeiten, kann man dies für so viele Minuten durchhalten, wie der Wert des Körperattributs beträgt, bei übermenschlichen Anstrengungen hält die Fertigkeit den Körperwert in Sekunden an.
[Bemerkung: Bei Dämonen zählt das Körperattribut des übernommenen Opfers]

 

Über den weltweiten Hunger: 925 Millionen Menschen haben nicht genügend Nahrung; damit liegt die Weltgemeinschaft nicht nur weit hinter ihren eigenen Zielen zurück. sondern sogar höher als 1996, als man beschloss die Zahl der Hungernden zu halbieren.

Und es ist keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil: Die Lebensmittel werden wieder teurer. Die Preise für Weizen und Mais steigen, laut Marita Wiggerthale von Oxfam. „Das hängt zum einen damit zusammen, dass durch Dürren in Osteuropa die Ernte nicht so groß war wie in den zwei Jahren zuvor. Und dass wir durch Spekulation im Nahrungsmittelbereich eine Verstärkung der Preisentwicklung haben“, sagt sie.

http://www.welthungerhilfe.de

 

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