Ein NSC wie im Film: Samuel „Sam“ Berg – Avatar des Händlers

Ein NSC wie im Film: Samuel „Sam“ Berg – Avatar des Händlers (Intacto) 

Sam: Glaubst du, dass du mich besiegen kannst?
Federico: Du spielst weiter?
Sam: Ich kümmere mich nur um das Geschäft.

Beschreibung

Samuel Berg, ein stets tadellos gekleideter rüstiger älterer Mann, der von allen nur „der Jude“ genannt wird, hat im zweiten Weltkrieg als einziger einer Gruppe eingesperrter Kinder eines der Konzentrationslager der Nazis überlebt. Damals erkannte er zum ersten Mal seine Gabe: Er kann das Glück andere Menschen nehmen und es auf sich selbst ziehen.

Seither tauchte er immer wieder sporadisch im okkulten Untergrund auf, wurde auf den Weg des Händlers aufmerksam, den er auf seine eigene Weise interpretierte, und machte sich als Highroller in den Sechzigern einen Namen, als man mit einer Aufräumaktion in Las Vegas begann und die Kasinos unter die Kontrolle großer Unternehmen fielen, um die Assoziation mit dem organisierten Verbrechen zu beenden. Sam konnte Frank „Lefty“ Rosenthal Mitte der Siebziger in einem Black Jack Spiel sein gesamtes Glück abluchsen und läutete damit dessen Untergang ein.

Heute betreibt er ein mondänes Spielcasino in der Ucanca-Hochebene, einer fast surreal-wirkenden Wüste auf Teneriffa. Im gutbewachten Labyrinth des Kellers zelebriert Samuel sein eigenes ultimatives Glücksspiel: Russisches Roulette umgekehrt – fünf Kammern sind gefüllt, und eine ist leer. Der Herausforderer darf den ersten Schuß auf seinen Gegner abfeuern. Wenn dieser stirbt, geht das Glück auf den Gewinner über. Und Samuel ist der Großmeister mit dem meisten Glück auf der Welt.

Samuel empfängt seine Mitspieler stets mit einer Maske aus weissem Tuch, die seinen Kopf verbirgt, ihn allerdings nicht einschränkt. Die Fähigkeit, das Glück anderer zu nehmen, hat viel damit zu tun, ob man deren Gesicht kennt, zudem schützt die Anonymität ihn auch vor rachsüchtigen Kunden und dem organisiertem Verbrechen.

Einer der wenigen, die Samuels Antlitz erblickt haben, ist Federico: Samuels einziger Vertrauter. Auch Federico besitzt „die Gabe“. Von Samuel aufgezogen und trainiert, seine Fähigkeit an der richtigen Stelle einzusetzen – zum Beispiel dann, wenn im Casino ein Spieler eine Glückssträhne hat –, leben die beiden wie Vater und Sohn.

Samuel wirkt wie ein kaltherziges Monster, wenn er mit den Menschen spielt, um deren Glück in sich zu vereinen. Aber in Wahrheit ist es nur der verzweifelte Versuch eines alten Mannes mit dem Fluch des Glücks, dem Leben und der Schuld des Überlebens fertig zu werden.

Rolle im okkulten Untergrund: Gesichtsloser Casinobesitzer

Persönlichkeit: Stoischer Gewinner

Obsession:  Glück

Temperament

Wutimpuls: Undankbarkeit. Sam gibt vielversprechenden Leuten auch mal eine Chance. Wenn sich diese dann auch noch als undankbar erweisen, neigt er zu Überreaktionen.

Furchtimpuls:  Verlust der Anonymität (Gewalt). In seinem Metier ist Anonymität ein Muß. Wenn man sein Gesicht kennt, so ist er verletzbar – körperlich wie magisch.

Tugendimpuls: Wie ein Vater – Samuel hat einen jungen Mann namens Federico an Kindes statt aufgenommen, ihn aufgezogen und in der Gabe des Glücks trainiert. In Ocanca leben sie nun wie Vater und Sohn.

Attribute 

Körper (rüstig) 45
Sportlichkeit 15; Handgemenge 25; Schmerzen ertragen ohne eine Miene zu verziehen 35              

Schnelligkeit (bedächtigt) 20
Ausweichen 15; Initiative 10; Fahren 15; Duellrevolver (Schußwaffen) 20  

Verstand (messerscharf) 75
Lebenserfahrung (Allgemeinbildung) 50; Menschenkenntnis (Wahrnehmung) 35; Verbergen 15; Wahrscheinlichkeitsrechnung 20      

Seele (ausgeglichen) 80
Ausstrahlung 15; Lügen 20; Avatar des Händlers 70; Glück* 75        

Geisteszustand

Gewalt 2/5
Isolation 0/2
Hilflosigkeit 3/3
Übernatürliches 1/5
Identität 0/2

Glück: Diese Fähigkeit kann einfach dazu eingesetzt werden, eine beliebigen anderen Würfelwurf, um eine gewissen Anzahl von Prozentpunkten zu erhöhen oder zu erniedrigen. Die so eingesetzten Punkte werden dann von dieser Fertigkeit abgezogen; diese wird also bei jedem Nutzen schwächer, kann aber durch Einsatz von Erfahrungspunkte wieder erhöht werden. Mit der zweiten Gabe des Avataren des Händlers („Faustischer Handel“) kann man diese Fähigkeit nutzen, um das Glück anderer auf sich zu übertragen. Dazu bedarf es der mündlichen oder schriftlichen Absprache eines Glückspiels zwischen beiden Personen. Als symbolischer Einsatz bringt jeder Spieler ein Polaroid desjenigen mit, dessen Glück er einsetzt. Spieler, die die Fähigkeit „Glück“ nicht besitzen, setzen ein Teil ihrer Seele ein. Der Sieger des Spiels transferiert das eingesetztete Glück des Verlierers auf sich, indem. Auf diese Weise ist es auch möglich anderen (im wahrsten Sinne des Wortes) Glück zu verleihen und das verliehene Glück später zurückzufordern.

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