Prestige – Meister der Magie

Jeder große Zaubertrick besteht aus drei Akten: Der erste Akt heißt ‘Das Versprechen’: Der Zauberer zeigt Ihnen etwas Gewöhnliches, aber in Wirklichkeit ist es natürlich alles andere als gewöhnlich. Der zweite Akt nennt sich ‘Die Wendung’: Der Zauberer lässt sein gewöhnliches Etwas etwas Ungewöhnliches tun. Wenn Sie jetzt nach dem Geheimnis suchen, werden Sie es nicht finden. Deshalb gibt es den dritten Akt, ‘Das Prestige’ genannt. Dies ist der Teil mit den Drehungen und Wendungen, in dem Leben auf dem Spiel stehen und Sie etwas Schockierendes sehen werden, was Sie noch nie zuvor gesehen haben.
– Cutter
Prestige – Meister der Magie

The PrestigeRobert Angier (gespielt von Hugh Jackman) und Alfred Borden (gespielt von Christian Bale) sind Zauberkünstler. Beide versuchen in den Schauspielhäusern und Theatern Londons das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Treten sie zuerst noch gemeinsam mit ihrem Mentor und Erfinder Cutter (gespielt von Michael Caine) auf, entwickelt sich nach dem Tod von Angiers Frau eine erbitterte Feindschaft zwischen den beiden Männern, die die englische Hauptstadt zur Jahrhundertwende zum erzittern bringt. Von Rache getrieben entwickelt sich aus der Fehde schnell eine leidenschaftliche Feindschaft, deren Ende kaum abzusehen ist. Unfähig und unwillig die Rivalität zu beenden steuert alles auf eine Katastrophe zu, bei der nicht nur Magie sondern auch die Wissenschaft eine Rolle spielt.

Ich erinnere mich noch gut an den Kinoabend. Selten ging ich so begeistert aus dem Kino. Der Film hat einfach alles: Eine großartige Besetzung (Christian Bale gefällt mir mit jedem Film besser; Scarlett Johanssons, da muss man nicht mehr sagen; David Bowie als Tesla ist genial; Hugh Jackman kann auch noch was anderes als Wolverine und Michael Caine ist einfach Michael Caine), eine großartige Handlung die nicht nur mysteriös beginnt, sondern auch einen Twist aufweißt der ins Phantastische und sogar in den Horror mündet, so was bekommt man einfach selten zu sehen und dann ist da noch die Erzählweise die Christopher Nolans Film so aufregend macht. Der Film beginnt mit einer Szene im Wald und vielen, vielen Hüten. Bevor es zu einer Auflösung kommt vergeht allerdings erstmal viel Zeit. Man muss diesen Film gucken und mitdenken – heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr wenn man ins Kino geht. Immer wieder Schnitte und Zeitsprünge, verzweigte Handlungsebenen und Enthüllungen, die wieder etwas neues Verschleiern: Der Film ist ein einziger Zaubertrick und er funktioniert, er funktioniert sogar verdammt gut.

Die Magier

Auch die Bühnenbilder, Kostüme und das London zur Jahrhundertwende lassen den Zuschauer das Dunkle des Wohnzimmers bzw. des Kinos schnell vergessen. Es passt einfach alles zusammen. Christopher Nolan der mit Memento bereits auf sich aufmerksam machte, hat mit Prestige einen wirklich guten Film produziert. Man muss schon genauer hinsehen um Schwäche zu erkennen. Vielen wird vielleicht das Ende missfallen (ich persönlich fand es genial), auch einige Längen könnte man dem Film anlasten und das einige Figuren ein wenig untergehen (vor allem Scarlett Johanssons Rolle), aber insgesamt sollte man sich Prestige nicht entgehen lassen. Und während des Guckens sollte man Alfred Bordens Frage im Hinterkopf behalten: „Schauen Sie auch genau hin?“

Tesla

Der Film basiert übrigens auf einer Buchvorlage von Christopher Priest, die wir in einigen Tagen auch vorstellen werden.

Links:
Homepage des Films

The Prestige ist ein sehr schöner Film, der sich noch dazu super für UA aussschlachten lässt.

Zwei Bühnenmagier in lebenslanger Fehde. Das ist schon allein cool.

Noch dazu ist Christian Bale eindeutig ein Personamant, der lebenslang seiner Umgebung gemeinsam mit dem seinem Helfer/Zwilling etwas vormacht, und mit den magischen Ladungen aus diesem Spiel seine Tricks aufbläst. Finde ich ein supercooles Charakterkonzept: Bühnenmagier und Adept. Geht natürlich auch mit Dipsomantie, Epideromantie, Entropomantie… Und außerdem sieht man in dem Film mal, was Obsessionen mit einem anstellen können.

Hugh Jackmann lässt sich vieleicht am ehesten noch als Mechanomant darstellen. Gemeinsam mit Tesla entwickelt er ein Ritual, bei dem auf einen Schlag all seine Erinnerungen in einen Doppelgänger transferiert werden. Dieser bringt das „Original“ dann um, Abend für Abend. Oder?

Quelle: Jasper Nicolaisen

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