Ryugyong – Hotel of Doom

1987 begann man in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang das Luxushotel Ryugyong mit 3000 Zimmer auf 105 Stockwerke zu bauen. Seit 1991 steht der gut 337 Meter hohe Bau unvollendet als Ruine da und verfällt. Umgerechnet 30 Millionen Euro pumpte Kim Il-Sung, der „liebe Führer“,  in seine gigantische Pyramide, bevor ihm 1991 das Geld ausging und bauliche Problem überhand nahmen. Doch jetzt gibt es Pläne, die gigantische Pyramide bis 2012 fertigzustellen  – zum 100. Geburtstag von Kim Il-sung, dem „ewigen Präsidenten“.

Geplant war das Ryugyong mal als siebthöchster Wolkenkratzer der Welt, alle anderen Gebäude in Pjöngjang überragt die dreiseitige Pyramide bei Weitem und wirft ihren dreieckigen Schatten auf die Stadt. Das Gebäude ist wie eine Pyramide aufgebaut, die im Winkel von 75 Grad nach oben ansteigt. Der Grundriss entspricht dabei einem gleichschenkligen Ypsilon. Die Fassadenverkleidung besteht aus verspiegeltem Glas. An der Fassade der drei schrägen Außenseiten des Hotels führen Aufzüge nach oben. Neben Drehrestaurants soll es über Casinos, Nachtklubs und japanische Lounges verfügen. Es ist sogar vom All aus zu sehen

Die Architektur gilt dem Regime als Ausdruck der eigenen Macht, Kim Il-Sung und sein Sohn, der aktuelle Führer Kim Jong-il, haben ideologische Schriften darüber verfasst. Die einst zerbombte Hauptstadt besingen sie als aus den Ruinen erstandenes „Paradies auf Erden“, die Monumental-bauten sollen sie würdigen. Die Bauruine muss sie sehr geschmerzt haben. Es gibt keine offizielle Stadtkarte, in der sie eingezeichnet wäre, sie wird aus offiziellen Fotos herausretuschiert, Stadtrundfahrten weichen weiträumig aus. „Hotel of Doom“ nannten westliche Medien das Betonungeheuer, das aus Tausenden dunklen Fensteröffnungen jahrelang leer vor sich hinglotzte.

Fast zwei Jahrzehnte lang war die riesige Baustelle verwaist, doch nun bauen ausgerechnet Ägypter am anderen Ende der Welt die gigantische Pyramide fertig. Cheo Technology ist ein Joint Venture zwischen der ägyptischen Geschäftsgruppe Orascom Telecom Holding und der staatlichen Korea Posts and Telecommunications Corporation. Sobald das Ryugyong vollendet ist, wird Cheo Technology dort seine Firmenzentrale einrichten und hat sich bereits  für 100 Jahre die exklusiven Nutzungsrechte für das Gebäude gesichert.

Doch was ist wahre okkulte Bedeutung dieses Bauwerks?

Das Ryugyong wurde nach dem Tod seines Vaters 1991 von Kim Jong-il als magisches Erbe übernommen. Die beiden waren durch ein mächtiges Statthalterritual aneinandergebunden aus dem Jong-il  als Sieger hervorgegangen war. Als Kim Jong-il die leeren Staatskassen sah, wusste er, dass er das von einer Gruppe aus Südkorea entführter Geomanten geschaffenen Gebäude nicht weiterbauen konnte. Also liess es es kurzerhand in ein gewaltiges Artefakt umwandeln.

Es funktioniert – vereinfacht gesagt – wie das „Bildnis des Dorian Grey“. So lange es existiert, würden Kim Jong-Il und Nordkorea nicht altern oder sich ändern. Statt dessen verwitterte das Gebäude und der Zerfall des Landes (andere kommunistische Länder hatten zu der Zeit nicht diesen Schutz) wurde in den Zerfall des Gebäudes übertragen. So füllten sich die Räume des Gebäudes mit den Seelen derer, die durch das Regime gefoltert und zu Tode kamen. Das Zentrum dieses Ritual bildet ein aus menschlichen Knochen geschnitzter pyramidenförmiger Thron im exakten Zentrum des Hotels . Er symbolisiert den 332. Stuhl im Unsichtbaren Rat, der für immer leer bleiben soll, um ewige Stabilität zu garantieren. Solange sich niemand auf diesen Stuhl setzt oder das Gebäude zerstört wird, wird dieses Universum bestehen.

Wen wundert es , dass der Graf von Saint–Germain, der erst und letzte Mensch, es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Macht dieses Gebäude zu zerstören. Die ersten Erfolge sind ersichtlich: der inzwischen schwer erkrankte und politisch im Abseits stehende Kim Jong-Il wird bald seine Geschäfte an seinen Sohn Kim Jong-Un übergeben (oder wahrscheinlicher bei dem Statthalter-Ritual sterben). Die von St. Germain (unter seinem Pseudonym Onsi Sawiri) geführte Firma Orascom ist mit dem „Ausbau“ des Hotels beauftragt und besitzt für die nächsten 100 Jahre die Nutzungsrechte. Zeit genug, um in die Zentralkammer des Gebäudes einzudringen.  Dann stehen Ihm nur noch der einzige Kliomant Nordkoreas, der als Einziger die Baupläne des Ryugyong besitzt, entgegen. Dieser ist allerdings auch der Gottläufer eines der mächtigsten Avatare der Welt, die des Schöpfers.

mehr: http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:agenda-die-pyramidenbauer-von-pjoengjang/60048145.html

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