Seelenschnüffeln

 

„Komm, daß mir ein Geruch der Seele von diesen Wangen dufte…“
                                                                    – Mohammed Schemsed-din Hafis

Die Kunst des Seelen-Aufspürens wurde schon in den frühsten Stammeskulturen ausgeübt und von Schamane zu Schamane weitergegeben. Sie bildete eine festen Bestandteil der Aufgaben vieler afrikanischer Schamanen, half es doch dabei Hexen zu finden, die Vorfahren zu besänftigen und verlorene Kinder wiederzufinden. Und nun haben die Dipsomanten es für sich wiederentdeckt.

Seelenschnüffler stimmen ihre Nase an den subtilen Geruch von Geistern und Auren ein. Kurz, sie ziehen einen kräftigen Zug Luft ein und versuchen Seelen zu riechen, egal ob tote oder lebendige.

Regeltechnisch funktioniert die Fertigkeit Seelenschnüffleln ähnlich wie Aurasicht, allerdings scheitert jeder Wurf unter 30 – es fehlen einfach die Details.
Der SL sollte aufpassen, dass er wirklich alle Informationen als olfaktorische Hinweise präsentiert. Ein Dämon würde beispielsweise als verdorbener Geruch ähnlich verrottetem Holz erscheinen, während ein Adept mit vielen Ladungen einen stechenden moschusartigen Geruch hat.

Die eigentliche Kunst des Seelenschnüffelns ist das Seelen aufzuspüren. Ein Profi muss nur tief einatmen und kann dann den leichtesten Hauch einer Seele erhaschen. Es erlaubt dem „Schnüffler“ jeden auf übernatürliche Art und Weise zu folgen, dessen Geruch er studiert hat (d.h. er verbrachte mindestens eine Stunde in unmittelbarer Nähe dieser Person oder ihm wurde erlaubt, einige Minuten intensiv an dieser zu schnüffeln). Alternativ gibt es aber auch noch die Möglichkeit, jemanden anhand eines Gegenstandes zu finden, zu dem er eine starke emotionale Bindung hatte. Bei einem erfolgreichen Wurf bekommt der Schnüffler bei seiner Suche eine ungefähre Idee in welche Richtung sein Ziel zu finden ist.

Dies alles macht Seelenschnüffeln zu einem echt hilfreichen Werkzeug in der Welt von Unknown Armies, doch bleibt es sehr sensibel und ist in vielerlei Hinsicht eingeschränkt. Seitdem es Gerüchte über die Seelenschnüffler gab, erfindet der okkulte Untergrund Methoden, ihnen zu entkommen.Wie zum Beispiel das Tragen eines Kranzes aus Autoduftbäumchen, die zuvor in Rum eingelegt worden sind. Angeblich ist Captain Morgan Spiced Gold dafür besonders geeignet.

Die Inspiration hierzu kommt aus den Werken Tim Powers und Robert Heinlein, wobei sich die Idee auch in den Glauben einiger afrikanischer Stämme wie den Serer Ndut aus Senegal findet.

Idee: Andrew J. Bonham

Wieder eine Kostprobe aus dem  für Ende April 2011 erwarteten neuen Kassiber Nr.5, der das Thema “Essen & Trinken” haben wird. Wir suchen weiterhin Leute,die  Ideen haben und selber etwas für den Kassiber produzieren möchten. Schickt mir einfach eine PN .

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