Steinkind

Die unbekannten Armeen haben die biologischen, psychologischen, archetypischen und spirituellen Aspekte des Mutterleibs seit ihrem Bestehen immer wieder erforscht und durchdrungen. Doch anstelle des blühenden, wachsenden Aspekts war es stets die andere Seite, die den okkulten Untergrund umtrieb. So auch bei den Gerüchten, die sich um Steinkinder rankten.

 

Das Lithopaedion (altgriechisch: λιθοπαίδιον, λίθος lithos, für „Stein“ und παιδίον paidion für „Kindchen“), auch Steinkind oder Steinfrucht, ist ein abgestorbener Fötus einer Bauchhöhlenschwangerschaft, einer Eileiterschwangerschaft oder eines Gebärmutterrisses, der nicht, wie üblich, vom Körper resorbiert wurde, sondern durch Aufnahme von Kalk eingekapselt und mumifiziert wurde. Die Existenz eines versteinerten Fötus im Körper der Mutter kann Beschwerden wie Beckenschmerzen verursachen, allerdings auch symptomlos verlaufen. Teilweise wird die Steinfrucht erst nach dem natürlichen Tod der Mutter entdeckt. Die Lithopaedionbildung ist äußerst selten. Es wurden bisher weniger als 300 Fälle dokumentiert.
– Wikipedia

 

Den ersten gut dokumentierten Bericht über ein Lithopaedion verfasste der französische Arzt Jean d´Ailleboust im Jahr 1582. Er entdeckte das angeblich bestens ausgebildete weibliche Steinkind bei der Obduktion einer 68-jährigen Frau in der Stadt Sens in Frankreich. Das „Steinkind von Sens“ war lange Zeit eine wissenschaftliche Sensation und wurde in vielen Städten ausgestellt. Viele medizinische Koryphäen begutachteten und beschrieben das „Naturwunder“. Das Präparat verschwand in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem königlichen Museum in Kopenhagen und ist bis heute verschollen. Es wäre heute eine Rarität erster Ordnung.
– Ärzte Woche 16/2007

 

Steinkind von Sens - Bartholin 1656 (Public Domain)

Das verdorbene Korn, ein starkes Ritual
Kosten: 3 starke Ladungen

Für dieses Ritual müssen drei menschliche Lithopaedione in den Körpern lebender Frauen so aufgestellt werden, dass sie ein gleichseitiges Dreieck (als Symbol für die weibliche Scham) ergeben. Diese Frauen müssen zudem verschiedene okkulte Zeichen tragen, die mit dem letzten Menstruationsblut vor der Menopause einer Frau gemalt sind. Dies führt bei Schwangeren innerhalb des Dreiecks zu einer sofortigen Fehlgeburt. Außerdem verliert jedes weibliche Wesen, dass sich länger in diesem Gebiet aufhält, ihre Fähigkeit Kinder zu gebären. (Um dies regelgerecht abzubilden, definiert man die Gebärfähigkeit in Höhe des Körperattributs. An jedem Tag muss diesem Wesen nun ein Wurf auf Körper gelingen, sonst verliert es die erwürfelte Summe von seiner Gebärfähigkeit. Im gleichen Maße verlieren zudem Avatare der Mutter Punkte in ihrer Avatarfertigkeit.)

Ripper inversus (Szenarioidee): Im Sacred Heart, einem Hospiz in San Diego werden im Laufe der letzten Wochen zwei junge Frauen, Maria Dolores Martinez und Trudi Jackson, eingeliefert, die mit AIDS im Endstadium im Wachkoma liegen. Die Schwestern des Hospiz wissen nichts über die beiden, außer, dass ein großzügiger Spender für die Kosten aufkommt, die ihre Pflege benötigt. Einer der Schwestern fielen beim Waschen die seltsamen Zeichen auf der Haut der beiden auf und verständigte jemand, der sich mit „sowas“ auskennt, einen der Charaktere. Es stellt sich heraus, dass beide Frauen Prostituierte sind und bis vor einem Monat noch quicklebendig waren. Außerdem ist da irgendetwas in ihnen…

Die Oberschwester des Hospiz, eine Avatarin der Mutter, ist das Ziel dieses Anschlages. Ihrem Gegner ist es gelungen, den  Prostituierten aufzulauern, um ihnen eine Steinkind einzupflanzen und das Ritual zu beginnen. Bald ist es an der Zeit, das dritte Artefakt zu positionieren. Als besondere Überraschung, trägt das dritte Kind der Neffe der Oberschwester, der ebenfalls im Hospiz arbeitet und den Weg des mystischen Hermaphroditen eingeschlagen hat, unter dem Herzen.

Die­ser Arti­kel ent­stand im Rah­men des Kar­ne­vals der Rol­len­spiel­blogsIm Mutterleib [April 2013]“, der von d6ideas orga­ni­siert wird. Weitere Bei­träge fin­det man hier:  klick!

 

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