The Booth at the End

Ein Tipp von dem sympatischen Screenplay-Blog:

 

Ein typisches amerikanisches Café. Dick gepolsterte Sitze. Vom halbstündlichen Wischen glatte, glänzende Tische. Autos fahren vorbei. Die Kellnerin im Rock geht mit einer Kanne herum. An einem Tisch sitzt ein Mann im schwarzen Sakko. Darunter trägt er eine ebenso schwarze Weste und ein helles Hemd. Mit sich führt er ein Buch. Manchmal eine Zeitung. Er isst und trinkt, manchmal nur das eine ohne das andere. Menschen kommen zu ihm, weil sie etwas wollen. Sei es die Heilung von einer Krankheit, den verlorenen Glauben wiederzufinden oder schön zu sein. Mit seiner besonderen Gabe kann er jedem helfen, aber er verlangt etwas dafür: Die Menschen müssen eine Aufgabe erfüllen, die für sie eigentlich unmöglich zu bewältigen ist und ihn über ihren Fortschritt stets auf dem Laufenden zu halten. Sie sollen beispielsweise eine Bank überfallen und dabei genau 101,043 Dollar erbeuten oder auf der Straße ein beliebiges kleines Kind aussuchen und dann töten. Dann bekommen sie, was sie sich wünschen. Das war’s. Mehr nicht.

All diese Geschichten fangen klein an. Einfach. Aber nach und nach ergeben sich Probleme. Geschichten verknüpfen sich. Ein Geflecht entsteht. Und die Frage bleibt: Was hat der geheimnisvolle Mann damit zu tun? Hat er wirklich so etwas wie Kräfte? Ist er vielleicht doch nur ein weniger radikaler, passiver Cousin des Jigsaw-Mörders und konstruiert das alles? Oder ist er der Teufel?

Es ist eine kleine, unscheinbare Serie, die 2010 ursprünglich im kanadischen Fernsehen lief und mittlerweile hauptsächlich über das Internet geschaut werden kann. Sie wurde entworfen von Christopher Kubasik, einem Autor, der bisher hauptsächlich an Pen-&-Paper-Rollenspielen (Earthdawn, BattleTech, Shadowrun) geschrieben hat und in deren Kosmos auch einige Romane veröffentlichte.

Man könnte es als perfekte Darstellung des Unknown Armies Universum verkaufen, denn die Frage, wie weit würdest du gehen, um zu bekommen, was du willst, ist doch nur eine andere Form des Credos „Du bist schuld“, oder?

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