UA Charaktererschaffung Kinder

Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht, was sie tun.
– Herbert Grönemeyer

Mit diesen Regeln können Spieler einen Charakter in Gestalt eines Kindes von 6 bis 12 Jahren erschaffen.  Wie üblich definieren den Charakter vier Attribute: Körper, Schnelligkeit, Verstand und Seele, wobei jedes Attribut einen Wert zwischen 1 und 100 hat, je höher desto besser. Zwischen 10 und 50 liegt das typische Spektrum, das Kindercharaktere haben;  Sollte ein Charakter ein Attribut besitzen, welches höher oder niedriger ist, müsste es einen wirklich guten Grund geben, um den Spielleiter zu überzeugen.  Maximal verteilt man 150 Punkte.

Die Anzahl der Punkte, die auf die Fertigkeiten verteilen werden, hängt wie im GRW vom Wert des Attributs ab, welches der jeweiligen Fertigkeiten übergeordnet ist. Dazu kommen 15 Zusatzpunkte, die unabhängig von den Attributen auf die Fertigkeiten verteilen werden dürfen.

Hier kann man sich prima von den Eigenschaften aus „Kleine Ängste, dem Erzählspiel um Kindheitsängste“ von Feder&Schwert, inspirieren lassen: …habe ein ausgezeichnetes Gedächtnis …bin beliebt …bin mehrsprachig …habe Visionen …Pechvogel.

Eine besondere Seelen-Fertigkeit, die alle Kindercharaktere haben, ist die Unschuld:

 

Unschuld:  Unschuld steht für die innere Reinheit des Charakters. Unschuld gibt an wie stark die Welt des Kindes sich von der der Welt der Erwachsenen unterscheidet und wie stark der Glaube eines Kindes ist.

Ähnlich wie bei Obsessionsfertigkeiten der Erwachsenen, können Kinder ihre Würfel tauschen, allerdings nur, wenn deren  ursprüngliches Ergebnis ihren Unschuld-Fertigkeitwert unterschreitet. (Sarah läuft vor einem Monster unter ihrem Bett davon und versteckt sich im Wandschrank mit ihrer Fertigkeit „Ich kann mich ganz klein machen“, der bei ihr den Wert 30 hat. Als sich die Tür öffnet, sieht sie die langfingrigen Hände des Unholds. Sarahs Spieler würfelt mit 42 einen Misserfolg, aber da Sarah eine Unschuld von 50 besitzt, kann sie daraus eine 24 machen. Sarah schließt die Augen, und da sie das Monster nicht sehen kann, sieht es sie auch nicht!)

Außerdem wird der Unschuldwert genutzt, um zu entscheiden, ob ein kindliches Ritual funktioniert hat (mehr dazu in einem kommenden Blogeintrag)

Mit jedem Geburtstag verliert ein Kind 10 Punkte an Unschuld (und kann diese Punkte auf andere Fertigkeiten verteilen).  Charaktere mit einem Verstandattribut kleiner 10 dürfen bis zu 10 Punkte Unschuld als Fertigkeit unabhängig vom Alter behalten.

 

 

Kinder haben keine Obsessionen und sollten ihre Temperamente auch kindlich gestalten, Klassiker sind Furcht vor Dunkelheit (Hilflosigkeit), Wut über Ungerechtigkeit oder eine Tugend wie Ehrlichkeit.

Beispiele für kindliche Rollenmodelle findet man auch im „Kleine Ängste“-Regelbuch wie zum Beispiel Angsthase, Bettnässer oder Kleiner Erwachsener.

Künstler: Joshua Hoffine

"This is your brain on television" von Joshua Hoffine

 

Wir haben übrigens vor, in den nächsten Tagen ein Kleine Ängste/Unknown Armies Crossover im Blog zu veröffentlichen.

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